Festplatten unter Linux partitionieren mit GParted
Festplatten unter Linux partitionieren mit GParted
Zusammenfassung:
Dieser Artikel dokumentiert den Einsatz von GParted (GNOME Partition Editor) zur Partitionierung von Festplatten und SSDs unter Linux. Themen sind Installation, Grundoperationen (Erstellen, Löschen, Verkleinern, Vergrößern von Partitionen), Auswahl des Dateisystems sowie die dauerhafte Einbindung neuer Partitionen via /etc/fstab.
1. GParted installieren
# Ubuntu / Debian
sudo apt install gparted
# Fedora
sudo dnf install gparted
# Arch Linux
sudo pacman -S gparted
GParted erfordert Root-Rechte und wird daher mit sudo gparted gestartet oder über das Anwendungsmenü mit automatischer Passwortabfrage.
Hinweis: Partitionen, die aktuell eingehängt sind, können nicht bearbeitet werden. Systempartitionen (z. B.
/) können nur von einem Live-System (USB-Stick) aus verändert werden.
2. Oberfläche: Gerät auswählen
Nach dem Start zeigt GParted das erste erkannte Gerät. Über das Dropdown oben rechts kann zwischen Geräten gewechselt werden:
/dev/sda– erste SATA-Festplatte / SSD/dev/nvme0n1– erste NVMe-SSD/dev/sdb– zweite Festplatte / USB-Laufwerk
3. Neue Partition erstellen
- Nicht zugewiesenen Speicherplatz (grau dargestellt) mit Rechtsklick anklicken → Neu.
- Im Dialog festlegen:
- Neugröße: Gewünschte Partitionsgröße in MiB
- Dateisystem: z. B.
ext4(Linux),ntfs(Windows-kompatibel),fat32(universell) - Label: Optionaler Bezeichner für die Partition
- Hinzufügen klicken (Änderung noch nicht angewendet).
- Alle ausstehenden Operationen mit dem grünen Häkchen (Alle Operationen anwenden) bestätigen.
4. Partition vergrößern oder verkleinern
- Gewünschte Partition auswählen → Rechtsklick → Größe/Verschieben.
- Im Dialog die Handles ziehen oder Größenwerte manuell eingeben.
- Größe ändern/Verschieben klicken.
- Operationen anwenden (grünes Häkchen).
Wichtig: Eine Partition kann nur in Richtung freien Speicherplatzes vergrößert werden. Der freie Bereich muss sich direkt angrenzend befinden.
5. Neue Partition dauerhaft einbinden (fstab)
UUID ermitteln
sudo blkid /dev/sdb1
Ausgabe (Beispiel):
/dev/sdb1: UUID="a1b2c3d4-e5f6-..." TYPE="ext4"
fstab-Eintrag hinzufügen
sudo nano /etc/fstab
Neue Zeile hinzufügen:
UUID=a1b2c3d4-e5f6-... /mnt/daten ext4 defaults 0 2
Felder:
UUID=...– eindeutiger Gerätebezeichner/mnt/daten– Einhängepunkt (vorher anlegen:sudo mkdir /mnt/daten)ext4– Dateisystemdefaults– Standardoptionen0– kein Dump-Backup2– fsck-Reihenfolge (1 = Root, 2 = andere)
Sofort einbinden (ohne Neustart)
sudo mount -a
6. Referenz: Gängige Dateisysteme
| Dateisystem | Empfohlene Nutzung |
|---|---|
| ext4 | Standard für Linux-Partitionen |
| btrfs | Linux mit Snapshot-/Komprimierungsfunktionen |
| xfs | Große Dateien, Server-Workloads |
| ntfs | Dual-Boot mit Windows, externe Laufwerke |
| exFAT | USB-Sticks und externe Drives (cross-platform) |
| fat32 | Maximale Kompatibilität, max. 4 GB Dateigröße |
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